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Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften online

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25. Oktober 1809

Die bayerisch-französische Truppen marschieren in Innsbruck ein, Andreas Hofer muss fliehen.

Bildquelle: Andreas Hofer. ÖNB Bildarchiv und Grafiksammlung (POR), Signaturen; PLA16322044; B 4-24

Nach einem langwierigen Kampf um Tirol, in dem das Königreich Bayern und das Kaiserreich Frankreich als Verbündete gegen Österreich auftraten, mussten die Tiroler Freiheitskämpfer am 24. Oktober 1809 endgültig eine Niederlage verzeichnen. Tirol (vgl. Neue Freie Presse, 1. Juli 1866, S. 2) galt den bayerisch-französischen Truppen als Eingangstor nach Wien. Deshalb war es ihnen so wichtig, dieses Land so schnell wie möglich zu erobern. „Erobern“ bedeutete in diesem Fall aber nicht nur die Besetzung des geographischen Ortes Tirol, sondern auch, dass dem einheimischen Volk sein nationales Bewusstsein (vgl. Österreichischer Beobachter, 24. Mai 1823, S. 5) bzw. dem Land die eigene Verfassung entzogen wurde. Für Tirol bedeutete es, dass seine Bevölkerung nach der Besetzung bei Bedarf im bayerischen Heer zu dienen hatte. Diese Aktion wurde von den Tirolern mit einem Aufstand erwidert. Das Bauernheer (vgl. Tiroler Soldaten-Zeitung, 20. Februar 1916, S. 6.) unter der Führung von Andreas Hofer konnten sie gemeinsam mit den kaiserlichen Kräften in der ersten Schlacht am Bergisel, am 25. und 29. Mai 1809 die französisch-bayerische Truppen zum zweiten Mal aus Innsbruck (vgl. Wiener Zeitung, 9, Juni 1809, S. 2) vertreiben.

Nachdem aber die Truppen Napoleons bei Wagram (vgl. ebda.) die kaiserlichen Divisionen besiegten, musste Kaiser Franz I. (Vaterländische Blätter, 11. April 1809, S. 1) – obwohl er den Tirolern das Gegenteil versprochen hatte – den Znaimer (vgl. Wiener Zeitung, 1. November 1809, S. 2) Waffenstillstand unterschreiben. Dadurch konnten die bayerisch-französischen Truppen Innsbruck am 25. Oktober 1809 erneut besetzen. Andreas Hofer (Gemeinnützige Blätter, 17. Juni 1819, S. 1) musste aus der Stadt fliehen. Die übrigen aufständischen Kräfte wurden in der dritten und vierten Schlacht am Bergisel vernichtet. Andreas Hofer geriet am 28. Jänner 1810 in Gefangenschaft und wurde am 20. Februar 1810 in Mantua erschossen (Innsbrucker Nachrichten, 3. März 1860, S. 15).

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