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Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften online

ANNO ist der virtuelle Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Hier kann in historischen Österreichischen Zeitungen und Zeitschriften online geblättert und gelesen werden.

Alle hier vorgestellten Beiträge finden Sie auch unter "ANNOdazumal" beziehungsweise "Kurzbeiträge zu historischen Zeitungen" in der linken Menüleiste.

18. Oktober 1794

Im Schatten seines Bruders Franz Schubert!

Schubert, Ferdinand. Porträt. PORT_00002193_01, Porträtsammlung / ÖNB.

Vor 220 Jahren, am 18. Oktober 1794, wurde Ferdinand Schubert, der ältere Bruder von Franz Schubert, in Wien geboren. Er verdiente sein Geld als Lehrer, Organist und Komponist. Ab 1810 war er als Organist in der Lichtentaler Pfarrkirche und Lehrer in einem Waisenhaus tätig.
1816 führte er die Deutsche Trauermesse (Deutsches Requiem D621) von Franz Schubert als ein eigenes Werk erstmals auf.
Aus seinen zwei Ehen mit Anna Schüler und Therese Spazierer stammten insgesamt 29 Kinder, wovon jedoch nur 12 das Erwachsenenalter erlebten. Musikalisch reichte er nie an seinen Bruder heran, hat jedoch aus der heutigen Zeit gesehen eine große Bedeutung für die Überlieferung der Werke seines Bruders. Anfangs als Lehrer und später auch als Direktor gab er auch zahlreiche pädagogische Schriften heraus wie der kleine Geograph und Erstes Lesebuch, die zum Teil im Carl Ueberreuter Verlag erschienen.
Anfangs gab er seine Konzerte vor allem in St. Anna, nach seiner Erennung zum Mitglied des Comités der Gesellschaft-Concerte sowie als Honorar-Professor für Orgelspiel auch am Konservatorium. Seine Konzerte fanden regsten Antheil beim Publikum, wie man in der Wiener Zeitschrift nachlesen kann. Auch das Requiem wurde nach seiner Uraufführung mehrfach aufgeführt, darunter auch in der Annakirche, wie die Neue Wiener Musik-Zeitung berichtet.
Ferdinand Schubert starb 1859 nach mehrtägiger Krankheit in Wien an Typhus, wie man in der Presse nachlesen kann. Ein ausführliche Nachruf über den Künstler, der zeitlebens im Schatten seines kleinen Bruders stand, findet sich in der Neuen Wiener Musik-Zeitung. Da er primär als Lehrer tätig war, musste nach seinem Tod für seine zahlreichen Hinterbliebenen um finanzielle Hilfe gebeten werden. Da er nicht sonderlich gut verdiente, belegen auch die Vaterländischen Blätter die über die nicht bewilligten Gehaltszulagen berichten.

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