ANNO - AustriaN Newspapers Online
Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften online

ANNO ist der virtuelle Zeitungslesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Hier kann in historischen Österreichischen Zeitungen und Zeitschriften online geblättert und gelesen werden.

Alle hier vorgestellten Beiträge finden Sie auch unter "ANNOdazumal" beziehungsweise "Kurzbeiträge zu historischen Zeitungen" in der linken Menüleiste.

13. Mai 1717

Maria Theresia kommt zur Welt

Bildquelle: Ausschnitt aus: Österreichs Illustrierte Zeitung, 13. Mai 1917, S.654 ANNO/ÖNB.

Maria Theresias Geburtstag jährt sich am 13. Mai 2017 zum 300. Mal. Dementsprechend groß ist das Aufgebot an Sonderveranstaltungen und Ausstellungen in kulturellen Gefilden über eine der mächtigsten Frauen in der Geschichte Österreichs.

Zeitungen geben darüber Aufschluss, wie sich die Feierlichkeiten in vergangenen Tagen gestalteten. So berichtet das Wienerische Diarium 1742 davon, dass Maria Theresia an ihrem 25. Geburtstag, dem 13. Mai, „an welchem Dieselbe in das 26ste Jahr Dero glorreichen Alters getretten“, nach Empfang der Glückwünsche des gesamten Adels, dem Beiwohnen der Messe in der Hofkapelle – es war just der Pfingstsonntag – und erfolgtem Mittagsmahl auch des Abends einem weiteren Festessen beiwohnen hätte sollen. Letzteres wurde jedoch zugunsten eines freudigeren Ereignisses, der Geburt ihrer Tochter Maria Christina, „der wolgestalten Durchlgsten Königlichen Printzessin und Ertz-Hertzogin“, unterbrochen (Wiener Diarium, 16. Mai 1742, S. 484).

100 Jahre nach Maria Theresias Geburt fand ein anderes hohes Fest in der Hofburg statt. Die Vermählung von Maria Leopoldine von Österreich mit Peter I., „dem durchlauchtigsten Kronprinzen der vereinigten Königreiche Portugal, Brasilien und Algarbien“ wurde feierlich vollzogen (Der Wanderer, 14. Mai 1817, S. 537).

Zu ihrem 200. Geburtstag hat ein Jubilar besonderer Stellung, nämlich Hugo von Hofmannsthal, in der Ausgabe der „Neuen Freien Presse“ am 13. Mai 1917 seinem literarischen Stil entsprechend gratuliert. Er hebt neben anderem gesondert hervor, dass nie zuvor „irgendwo so reformiert worden [ist]: nie mit dieser Paarung von Kraft und großer Anschauung einerseits und Zartgefühl und Schonung andererseits“ (Neue Freie Presse. Morgenblatt, 13. Mai 1917, S. 1). „Österreichs Illustrierte Zeitung“ widmete der ehemaligen Herrscherin zum selben Anlass gar einen mehrseitigen Bericht mit 10 Abbildungen. Dem zeitlichen Kontext geschuldet erfolgte dies unter der Prämisse, dass auch Maria Theresia bereits viel Ähnlichkeit gehabt hätte mit dem Jahr 1917, „da es für uns wieder heißt: Feinde ringsum“ (Österreichs Illustrierte Zeitung, 13. Mai 1917, S. 651).

Wie wir uns in heutigen Tagen, 300 Jahre nach ihrer Geburt, der Person Maria Theresias zu nähern vermögen, lässt sich beispielsweise in der aktuellen Ausstellung im Prunksaal der Nationalbibliothek erleben, wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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